Café Tambour ist eine Theatergruppe gegründet 2015 in Berlin, bestehend aus Amélie Tambour (Regie), Christian Fischer, Dafne-Maria Fiedler (Schauspiel)

MANIFEST

  1. Es darf kein Text auswendig gelernt werden.
  2. Es darf nur das gespielt werden, was wirklich empfunden wird.
  3. Jeder Schauspieler entscheidet selber über seine Garderobe und kümmert sich selbstständig um die Reinigung und Pflege.
  4. Die Regie kann während der Vorstellung jederzeit eingreifen.
  5. Die Musik entsteht direkt auf der Bühne.
  6. Die Schauspieler führen selbst Lichtregie mit Lichtquellen, die sich auf der Bühne befinden.
  7. Der Schauplatz auf der Bühne ist immer der selbe, es gibt keine Ortswechsel. (Falls die Bühne die Wohnung einer der Figuren darstellt, entscheidet der Schauspieler selbst wie diese eingerichtet wird)
  8. Es gibt keine Zeitsprünge, alles findet immer im Hier und Jetzt statt.

Modus Operandi

Für mich ist Menschlichkeit, Liebe, Mitgefühl, das Teilen das Wichtigste am Theatermachen. Die Angst zu scheitern, nicht in das System zu passen, keine Funktion und deshalb keine Identität, kein Selbstbewusstsein, keine Würde zu finden, macht unsere Gesellschaft und ihre Menschen ängstlich, gelähmt, klein. Die Liebe ist verschüttet mit Angst. Ich möchte in meinem Theater die Angst vor der eigenen Unzulänglichkeit, vor dem Scheitern nehmen, denn das Scheitern gehört zur Menschlichkeit. Die Fähigkeit empathisch auf das Scheitern eines anderen zu reagieren, mitzufühlen, zu teilen, das interessiert mich.

„Was ich suche, ist Wahrhaftigkeit. Das hat mit Realismus, Stil, Form nichts zu tun. Es hat mit Echtheit zu tun.“  Peter Zadek

„Acting is the ability to live life truthfully under imaginary circumstances“  Sanford Meisner

„…aber vor allem, das was Kunst zu Kunst macht: Empathie, Mitgefühl, Verständnis, Vergebung, Katharsis. Und so die Liebe spürbar macht, die in ihrer Essenz uns in unserem tiefsten Wesen miteinander verbindet.“  Luk Perceval