On Acting

Als Schauspieler haben wir meistens zwei große Probleme. Erstens, auf Grund des Stresses, der entsteht, wenn wir vor einer Kamera oder einem Publikum stehen, entsteht in uns eine seltsame Form des „Sich selbst bewusst werdens“ und damit auch eine Form von Selbstkontrolle. Zweitens sind wir auf der Bühne nahezu unfähig unseren Spielpartnern zuzuhören, geschweige denn sie zu verstehen oder auf sie zu reagieren. Als Schauspieler sind wir also vertraut mit dem Gefühl, dass sich alles „gestellt“ anfühlt.

Als Regisseure haben wir meistens ein großes Problem, nachdem wir mit der Geschichte und der Idee, die wir erzählen wollen klar sind, wissen wir oft nicht, was wir tun können um die Leistung der Schauspieler in gute Schauspielerin zu verwandeln. Wir wissen einfach nicht was wir sagen oder tun sollen, um den Schauspielern in ihrer Arbeit zu helfen.

Was machen wir Menschen im echten Leben?
Wir hören zu, wir sprechen, wir handeln, wir reagieren. Klingt ganz einfach. Aber in dem Moment in dem wir eine Kamera vor uns haben, wird plötzlich alles nicht mehr so einfach, sondern kompliziert und hölzern. Im echten Leben sind wir fähig auf einen andern Menschen zu reagieren, ohne vorher darüber nachzudenken wie wir reagieren sollen. Wir reagieren einfach.

Die Frage ist also, was können wir tun, damit unser normalen menschlichen Fähigkeiten zu agieren und zu reagieren funktionieren, obwohl eine Kamera oder ein Publikum uns dabei zusieht? Hier kommt die Meisner Technik ins Spiel. Die Technik gibt dir die Fähigkeit zurück mit deinen Instinkten zu arbeiten und nicht mit dem Gehirn. Sie trainiert dich impulsiv zu agieren und zu reagieren, deinen menschlichen Instinkten zu vertrauen, so dass dein Schauspiel an Wahrhaftigkeit, Echtheit, oder Authentizität gewinnt.

As Actors we mostly have two major problems. First, because of the stress that we experience in front of a camera or an audience, a strange self-awareness prevails and with it a form of self control. Second, we are either to some extent unable to listen to our partners on stage or we are unable to understand them and to react to their actions. So, as actors we are familiar with the feeling that everything feels fake.

As directors we mostly have one major problem, after we are clear and settled with the story and idea that we want to tell, we often just don’t know how to make the actors transform their performance into good acting. We don’t know what to say or do to help them with their work.

What are we doing in real life as human beings?
We listen, we talk, we act, we react. Sounds easy. But the moment we are facing a camera everything suddenly feels very complicated and strange.
In real life we are able to react to another person without thinking how to react. We simply react.

So, the question for us is, what can we do, so that our normal human ability to act and react works again although we have a camera or an audience in front of us? This is the moment where the Meisner Technique comes in.
The technique gives you back your ability to work from your instincts not from your brain.
It trains you to act and react impulsively, trust your inner instincts as a human being, so that you are able to be truthful, real or what is often called authentic.